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Kamerad Pferd
Pferde war’n zu allen Zeiten
stehts dem Menschen treu ergeben,
standen hilfreich ihm zur Seite
oft ein ganzes Pferdeleben.
Makellos und ohne Tadel
viel gepriesen ihre Stärke
voller anmut Stolz und Adel
züchterische Meisterwerke.
Manchen dieser edlen Tiere
ward ein Dekmal auferstellt
und fast auf der ganzen Erde
hat man laut davon erzählt.
Doch wer denkt an alle diese,
die im Rampenlicht nicht stehen,
die noch keine grüne Wiese,
keinen hellen Stall gesehen.
Wer denkt an die Grubenpferde,
die in immer dunkler Nacht
tief dort unten in der Erde
all ihr Leben zugebracht?
Und das unbekannte Pferd,
dass im Krieg dein treuer Freund gewesen,
dass die Kugel von dir abgewehrt,
sag, wo kann ich seinen Namen lesen?
Und das Pferd dort im Wagon
wartet auf den nahen Tod.
Warum in besten Jahren schon,
wer gab ihm kein Gnadenbrot?
Es hat sein Bestes stets gegeben,
nun ist’s gebunden und gefangen
und muss so früh in seinem Leben
dafür den bitteren Lohn empfangen.
Ich kauft es gerne,wär ich Reich,
sein Blick stellt mir so viele Fragen
doch kann ich traurig und beschämt zugleich
nur leise DANKE zu ihm sagen.
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