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Im Alter von 12-18 Monaten sind Stuten Geschlechtsreif aber eine Verwendung in der Zucht findet erst später statt. Die Dauer der Trächtigkeit schwankt zwischen 330 und 340 Tagen. Dieser lange Dauer der Trächtigkeit führt dazu, das daß Fohlen zum Zeitpunkt der Geburt relativ gut funktionierende Bewegungs - und Sinnesorgane zur Verfügung hat. Die Stute kann nur Trächtig werden, wenn Sie auf dem Höhepunkt ihrer Rosse gedeckt wird. Die Rosse dauert höchstens 8 Tage, zum Eisprung kommt es gewöhnlich um den 6. Tag herum. Die Rossigkeit tritt alle 21-23 Tage auf, wobei die meisten Stuten in den Sommermonaten Rossig werden. Sie zeigt Ihre Paarungsbereitschaft deutlich durch das blitzen (öffnen und schließen der Schamlippen) und durch Harnlassen an.
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Der Deckakt
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Den Deckakt kann man in zwei unterschiedliche Kategorien unterteilen, zum einem den Natürlichen Deckakt und dann den Künstlichen Deckakt.In der heutigen Zeit ist der künstliche Deckakt gerade im züchterischen Bereich weit verbreitet,bietet er doch wesendliche Vorteile für den Züchter.
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Der Natürliche Deckakt
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Vom Natürlichen Deckakt kann man sprechen, wenn der Deckakt vom Hengst aus durchgeführt wird, wobei ein gewisses eingreifen des Menschen(halten der Stute, Hilfe beim einführen des Penis) durchaus möglich und hilfreich sein kann. Die Stute signalisiert vor der Paarung dem Hengst mit deutlichen Signalen das Sie Paarungsbereit ist. Dies erfolgt indem Sie sogenanntes Blitzen (öffnen und schließen der Schamlippen)zeigt und häufig kleine Mengen von Harn absetzt. Vor der Paarung beriecht der Hengst den von der Stute abgesetzten Harn und Fäzes(Kot)um festzustellen ob diese Paarungsbereit ist. Ist seiner Meinung nach die Stute Bereit, nähert er sich Ihr und beginnt Sie zu beriechen und zu beknabbern, letzteres um seine Zuneigung Ihr gegenüber zu bezeugen. Der Hengst nimmt weitere Geruchsprüfungen vor wobei er deutlich Flehmt (Aufnahme von Duftstoffmoleküle in ein mit Riechrezeptoren ausgestattetes Organ, das über einen Gang mit der Maulhöhle in Verbindung steht).Der Hengst schachtet langsam seinen Penis aus der dabei stark an Volumen zunimmt, die Stute stellt sich breitbeinig und blitzt deutlich, wobei sie ab und zu etwas Harn abgibt. Der Hengst schachtet seinen Penis nun voll aus und springt auf die Stute auf, wobei er mit seinem Penis Suchbewegungen durchführt um ihn in die Vagina der Stute einzuführen. Hat der Hengst seinen Penis eingeführt, kommt es nach wenigen Reibbewegungen schnell zur Samenabgabe. Um besseren Halt zu haben beisst er der Stute in den Nacken und hält sich so an Ihr fest. Er gibt dabei je nach Pferderasse und Größe unterschiedliche Mengen an Sperma ab. Man kann von einem Durchschnittswert von ca. 60 ml wobei rassebedingte Unterschiede auftreten können (40-150 ml sind durchaus möglich).Nachdem der Hengst sein Sperma in die Vagina abgegeben hat, lässt er die Stute am Nacken los und springt ab. Meist nimmt der Hengst noch eine ,,Prüfung’’ seines Werkes an der Vagina der Stute vor, wobei er meist flähmt. Meist stellen sich dann Stute und Hengst nebeneinander und betreiben Körperpflege, was den Zusammenhalt und Zuneigung signalisieren soll.
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Der Künstliche Deckakt
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Vom Künstlichen Deckakt(Künstliche Besamung) spricht man wenn einer Stute Sperma mit Hilfe einer Besamungspipette in den geöffneten Muttermund einführt. Diese Methode hat für den Züchter 3 Vorteile: 1. Infektionen Seitens des Vatertieres werden vermieden, 2 .Der Züchter kann den Zeitpunkt des Besamens bestimmen und damit die Erfolgsausicht einer Trächtigkeit bedeutend erhöhen und schließlich 3. Der Züchter kann auf Sperma von Vatertieren zurückgreifen, die zu dem Zeitpunkt nicht zur Verfügung stehen oder nicht mehr am Leben sind.
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Die Geburt
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Die Milchdrüsen der Stute schwellen an und kurz vor der eigentlichen Geburt wird von deren Zellen Kolostralmilch in steigendem Umfang gebildet. Diese Milch ist reich an Vitaminen und Abwehr- Eiweissstoffen. Die Scheide wird stärker durchblutet und deren Gewebe wird aufgelockert. Bei Beginn der Geburt kommt es immer häufiger zu wellenförmig verlaufende Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur, die in Richtung des Muttermundes verläuft. Der Gebärmutterverschluss wird durch den Druck der Fruchtblase geöffnet(die Dauer kann von 2-10 Stunden schwanken). Die Fruchtblase schiebt sich schließlich in die Scheide, wo sie durch den Druck zerreisst. Nachdem die Fruchtblase geplatzt ist erfolgt die Geburt des Fohlens in der Regel zwischen 5-40 Minuten. Durch zusammenziehen der Gebärmutter und dem Einsatz der Bauchmuskulatur erfolgt das auspressen des Fohlens. Die meisten Geburten (75%) finden im Laufe der Nacht an stillen und ruhigen Liegeplätzen statt. Vielfach gebären die Stuten im liegen. Nach der Geburt reinigt die Stute das Fohlen von den Resten der Fruchtblase. Das Gewicht des Fohlens ist Abhängig von der Rasse und liegt zwischen 50-55 kg.
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Das Fohlen
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Nach ca. 20 min kann das Fohlen selbstständig aufstehen, zwar sehr wackelig, aber von allein .Das Fohlen wird schon in den ersten Stunden des Lebens durch Geruchsreize an die Mutter gebunden. Ab der 2. Woche erkennt das Fohlen die Mutter am wiehern. Das Fohlen antwortet beim wiehern verschiedener Stuten nur auf den Ruf der Mutter. Das Fohlen kann in den ersten Lebenswochen Ca. 20m weit genau sehen.
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